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Mit „Kaffee für Alex“ kannst du einen Kaffee bestellen, nicht für dich, sondern für jemanden, der sich gerade keinen leisten kann.
Ein solidarischer Kaffee, ein stilles Zeichen: Du bist willkommen. Schön, dass du da bist.
Andere Menschen bewegen, dass hat er auch dann noch getan, als er sich selbst keinen Millimeter mehr bewegen konnte. 2016 wurde bei ihm ALS diagnostiziert, eine unheilbare Krankheit, die das zentrale Nerven- system stört und zum Erliegen bringt.
Im April 2018 ist Alex im Kreis seiner Familie gestorben. Manch einer sagt vielleicht, er hat den Kampf gegen die Krankheit verloren. Aber dem ist absolut nicht so. Bis zum Schluss war Alex der Sieger. Er war voll von Dankbarkeit, egal mit welcher Wucht die Krankheit zugeschlagen hat. Die Krankheit hat ihm das Laufen genommen, das Schmecken, das Umar- men, das Arbeiten, das Reden, aber seine Lebenslust, Lebensfreude und seine Dankbarkeit konnte sie ihm nicht nehmen.
Es fällt schwer etwas über Alex zu schreiben - Nicht weil mir nichts einfällt, sondern weil ich nicht weiß, wo ich beginnen soll. Alex hat das Leben geliebt und genossen. Ich bin froh, dass ich nicht nur sein Pastor war, sondern auch Freund und Weggefährte. Als Arzt und Orthopäde hat er dafür gesorgt, dass Menschen sich schmerzfrei bewegen können. Aber nicht nur durch seinen Job hat er Menschen bewegt, sondern auch durch seine Art und unbändige Lebensfreude.
Ihm war es wichtig, für andere da zu sein. Immer wieder reiste er auf die Philippinen um dort den Ärmsten der Armen zu helfen.
Er wurde nicht bitter noch hat er sich zurückgezogen. Er blieb sich, dem Leben, der Freude und seiner Familie treu! Er wollte leben und er hat gelebt - bis zum Schluss!
Und er tut es weiter. Unter anderem in unserem Bus.
BurnOut
Ein Burnout ist kein "normales" Erschöpftsein – sondern ein Zustand tiefer körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung, der ernst genommen werden muss. Wenn du (oder jemand, den du kennst) betroffen bist, gilt: Nicht weiter durchhalten, sondern innehalten.
Hier sind die wichtigsten Schritte:
Viele bemerken Burnout erst spät.
Typische Anzeichen:
- Ständige Erschöpfung, Schlafprobleme
- Gefühl innerer Leere, Rückzug
- Reizbarkeit, Zynismus, Überforderung
- Körperliche Symptome (Herzrasen, Verspannungen, Magenprobleme)
Wenn du das Gefühl hast, „funktionieren“ zu müssen, aber innerlich leer bist – sei ehrlich zu dir. Das ist kein Versagen, sondern ein Warnsignal.
du musst da nicht allein durch
Burnout ist eine ernstzunehmende Erschöpfungsdepression. Bitte such dir professionelle Unterstützung:
- Hausarzt / Psychotherapeut*in aufsuchen
- Gespräche mit Vertrauenspersonen führen
- Krankmeldung in Erwägung ziehen – das ist kein Zeichen von Schwäche!
Wenn möglich:
- Nimm eine Auszeit (Krankschreibung, Reha, Sabbatical)
- Brich den Alltag auf – selbst kleine Pausen helfen
- Reduziere digitale Reize und äußeren Druck
Burnout trennt dich von dir selbst.
Wichtig ist:
- Körper spüren (Spaziergänge, Bewegung, bewusstes Atmen)
- Kreativität zulassen (Tagebuch, Musik, Malen)
- Nicht sofort nach „Lösungen“ suchen – sondern einfach erstmal sein dürfen
– nicht nur Symptome behandeln
Warum bin ich da hineingeraten?
- Wo habe ich zu oft „Ja“ gesagt, obwohl ich „Nein“ meinte?
- Welche Werte, Träume oder Grenzen habe ich übergangen?
- Dabei hilft oft gute Begleitung – durch Therapie oder Coaching.
Ein Burnout ist auch ein Weckruf: So kann und muss es nicht weitergehen.
Viele entdecken danach neue Seiten an sich, andere Lebenswege, echte Begegnung – und lernen, besser für sich zu sorgen.
Gott ist LIEBE
Es gibt einen Gott! Und ich bin es nicht.
Ich war mit Leidenschaft Pastor. Viele Jahre lang konnte ich mir nichts anderes vorstellen. Der Glaube war mein Fundament, meine Sprache, mein Zuhause.
Und so wie ich gewachsen bin und das Leben immer auch Veränderung ist, so hat sich auch mein Glaube verändert! Nicht über Nacht, sondern langsam, ehrlich, manchmal schmerzlich aber vor allem befreiend.
Manche, die mich aus meiner Zeit als Pastor kennen, fragen sich: ob ich noch Glaube?
Ich kann das verstehen – aber ja, das tue ich - nur anders.
Meine alte Gewissheit ist leiser geworden. Aber mein Vertrauen in die Liebe Gottes – seine abgrundtiefe, grenzenlose Liebe – ist geblieben. Wohin sollte ich fliehen? - so heißt es in einem alten Psalm. Egal wo ich hingehe. So ist Gott da!
Ich habe heute mehr Fragen als Antworten. Und vieles, was ich früher mit großer Überzeugung gesagt habe, kann ich so nicht mehr sagen.
Aber das macht mir keine Angst. Ich fühle mich nicht verloren oder unsicher. Im Gegenteil: Ich fühle mich sicher aufgehoben.
Ich glaube dass Gott LIEBE ist. Das die Welt ein Ziel hat. Das am Ende alles gut wird. Ich glaube und hoffe, dass ich gesehen, gewollt und geliebt bin.
Mein Urvertrauen sagt mir: Nichts kann mich aus seiner Hand reißen.